DANKE GERTRUD SELZER!

Je ne suis pas Charlie Hebdo!

 Warum nicht?

Ich halte nichts mehr von Deklarationen wie „Je suis Charlie“. Ich habe Freunde und Verwandte durch die Militärjunta in der Türkei verloren. Der Schmerz, er bleibt. Die Lücke für das geistige Schaffen auch. Schon jetzt gibt es Karikaturisten, die sich selbst zensieren. Statt billige Sprüche hochzuhalten ist es jetzt an der Zeit, klare Worte auszusprechen. Es ist Zeit für eine klare Haltung. Lieber rocke ich in der freien Welt der Liberté – Egalité – Fraternité, übe Solidarität mit Charlie Hebdo und  bekämpfe Islamismus und Rassismus, als eine derjenigen zu sein, die gestern sich für die Freiheit einsetzten und „Wir sind das Volk“ schrieen und heute gegen Flüchtlinge brüllen.  

Deshalb, Gertrud Selzer:

Lassen Sie sich den Mund nicht verbieten! Hören Sie bitte nicht auf, sondern reden Sie weiter über Islam und Freiheit, wo immer Sie können und vor allem, solange Sie dürfen!

1974, als ich nach Deutschland kam, träumte ich vom Land der Philosophen - Kant, Nietzsche... Dem Land der Denker. Als man mich für eine Photoausstellung fragte, was Deutsch für mich bedeutet, sagte ich: Deutsch ist meine Freiheitssprache, Deutschland meine Heimat.

Doch als die Islamisten sich organisierten, veränderte sich meine neue freiheitliche Heimat schleichend. Zunächst entstanden die Runden Tische. Kirchenleute und Leute der Gülen-Bewegung und islamischer Organisationen tauschten sich darüber aus, was die Religionen verbindet. Einige Jahre später vergaben sogar die Grünen Preise an islamische Organisationen für deren „Sozialarbeit“ mit den Frauen! Sie machten den Bock zum Gärtner. Niemand hörte, wollte hören, was den Unterschied ausmacht: Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern das Gesetz des Gläubigen. Der Islam verachtet Frauen, verbietet im Koran die Freundschaft mit Nicht-Muslimen, d.h. z.B. mit Deutschen, verbietet die Ehe muslimischer Frauen mit Nicht-Muslimen. Der Islam fördert keine Integration, geschweige denn den Austausch!

Dann gründeten die gläubigen, geschäftstüchtigen Männer ihren Zentralrat der Muslime und erklärten sich zum Vertreter aller Muslime. Sie wollen den Kirchen gleichgestellt werden, um auch in den Steuergenuss zu kommen. Herr Schäuble schob diese Entwicklung maßgeblich an und das Land meiner Freiheitssprache baute sich peu a peu einen Zensor in sein freiheitliches Denkvermögen ein. 

Bitte Frau Selzer, reden Sie weiter! Schreiben Sie weiter! Recht haben Sie, Gertrud Selzer, sehr Recht, wenn Sie sagen:

·      „Hört endlich auf, mit dieser Weißwäscherei!*

·      Hört endlich auf, so zu tun, als hätten diese Morde nichts mit dem "Islam" zu tun!

·      Hört endlich auf, diese elenden Persilscheine aus zustellen!

·      Hört endlich auf, die Opfer mit Euren Relativierungen noch nachträglich zu verhöhnen!

·      Hört endlich auf, die Augen vor Realitäten zu verschließen!

·      Hört endlich auf, Euch fortwährend zu distanzieren von Liberté – Egalité – Fraternité! Hört endlich auf, Euch vor der offensichtlichen Erkenntnis zu drücken, dass es hier um den Kampf Freiheit gegen Barbarei geht!“

Ich will Sie keineswegs vorschieben. Auch ich habe auf meine Art versucht aufzuklären. Als mein Dank für das freiheitliche Leben hier und als einen Beitrag zur Aufklärung der Verklärung des Islam gründete ich den Zentralrat der Ex-Muslime mit. Und um das Wissen zu erweitern, habe ich in jahrelanger Arbeit das Werk „Frauen sind eure Äcker“ des Verfassungsrechtlers Prof. Dr. Ilhan Arsel, der als einer der fundiertesten Islamkritiker der Türkei gilt, überarbeitet und übersetzt.

Es hat mich nicht überrascht, dass diese Arbeit dazu führte, mich abzuurteilen und ein weiteres Mal als radikal abzustempeln und auszusortieren. Mir wurde vorgehalten: `Islam´ bedeute `Frieden´, nicht `Unterwerfung´! Mohammed habe die Frauen beschützt.

Sahih-i Buchari ist ein bekannter und von islamischen Theologen anerkannter Sammler islamischer Überlieferungen. Seine Bände gelten als exzellente, sichere Quelle. Die Handlungen Mohammeds, die in Sahih-i Buchari-Bänden zu lesen sind, werden herangezogen, falls in einem Fall Unsicherheit herrscht, welches Urteil gefällt werden soll. Sie sind ein Teil des islamischen Rechts.

Vergleiche ich die Taten Mohammeds aus Sahih-i Bucharis Werken mit dem Attentat in Paris, den Taten der Al-Qaida, Boko Haram, IS in Syrien, Hisbollah und vielen anderen islamischen Gruppen, dann kann ich nur staunen, dass sie in Europa Terroristen genannt werden. Nein, sie sind keine Terroristen, sie alle tun genau das, was Mohammed tat oder befahl zu tun.

Und auch Erdogan, „Präsident der Türkei“, und seine Partei sowie der Iranisch–islamische Staat und Saudi-Arabien gehören in diese Liste, denn sie füttern die IS und Hisbollah, ja, sie setzen die Befehle des Koran und die Taten von Mohammed um. Sie sind MUSLIME. Streng und gläubig.

Liebe Gertrud Selzer, Sie machen in Ihrer Rede aufmerksam auf die Auspeitschung des saudischen Bloggers Raif Badawi. Wie traurig für BADAWI, wenn die Menschen ihm den Rücken gekehrt haben und gegangen sind. Denn noch lebt er. Wären die Karikaturisten und Journalisten in Paris noch am Leben, sie hätten darüber sicherlich eine Karikatur gemacht.

Sie sagten:

·          „ich erinnere an den Terror von Boko Haram in Nigeria

·          ich erinnere an die Anschläge in New York, Madrid und London

·          ich erinnere an den IS Terror in Syrien und dem Irak

·          ich erinnere an das islamistische Gipfeltreffen des türk. Ministerpräsidenten mit dem Vorsitzenden der Hamas im Dezember 2014

·          ich erinnere an die aktuelle Auspeitschung des saudischen Bloggers Raif Badawi

·          ich erinnere an Ehrenmorde und Zwangsheiraten in Deutschland“

Nicht nur ich, Gertrud Selzer, viele Menschen, die ihr Gehirn nicht mit der Mütze abgelegt haben, wir bedanken uns, dass Sie auch diese in Ihrer Rede erwähnten, entstammen doch diese Taten derselben Ideologie, dem Islam und dem islamischen Verständnis des Umgangs mit den Anderen. Ja, ob Steinigung oder Bombenangriff; die Menschen sollen derzeit alles wie eine bittere Pille schlucken. Alles negative Auswüchse des Islam, die nichts mit dem Islam zu tun haben. Klar, Islam bedeutet "Frieden", und nicht Unterwerfung. Und wie viel angenehmer ist es doch, dem netten Vorbeter in Berlin zu glauben, dass Dschihad die Auseinandersetzung, der innere Kampf des Gläubigen sei.

Die deutsche Linke ist schnell dabei, wenn es um die Kirche geht. Kein Kabarett kann scharf genug über Pfarrer und Kindes-Missbrauch lästern. Aber wehe, ich schreibe, dass die Mollahs Frauen beschlafen und dem kinderlosen Ehemann weismachen, seine Gebete hätten die darauf folgende Schwangerschaft bewirkt. Oder dass der Islam die Frau zum Stück Fleisch degradiert. 

Gertrud Selzer, Sie sagten in Ihrer Rede

„Angesichts dieser täglichen Blutspur bin ich fassungslos, wenn Erklärungen verabschiedet werden, die sich von der Bluttat in Paris distanzieren, um im gleichen Atemzug den Islam ratzfatz weißzuwaschen. ..... „Hört endlich auf, so zu tun, als hätten diese Morde nichts mit dem Islam zu tun! Hört endlich auf, die Opfer mit euren Relativierungen noch nachträglich zu verhöhnen!“

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Wo bleibt der Scharfsinn derjenigen, die relativieren, wenn es um Kritik am Islam geht?

Ihre Kritik an den Islamverbänden und Ihre Forderung „Keinen interreligiösen Dialog, solange ein Bekenntnis aller Teilnehmer zur individuellen Freiheit fehlt!“ wurde in der Saarbrücker Zeitung als „Attacke“ zitiert:

Eine Schande, attackiert doch der Zentralrat der Muslime seit Jahren das Grundgesetz, ohne dass dies öffentlich wahrgenommen wird.

Sie haben Recht, Gertrud Selzer. Das Recht auf individuelle Freiheit ist einer der graduellen Unterschiede im Islam. Die individuelle Freiheit ist ein Resultat der Aufklärung. Deutschland ist im Prinzip ein aufgeklärtes Land. Sollten sich die Menschen auf ihre eigene Kultur besinnen, müssten sie die Forderungen in Ihrer Rede als unaustauschbare Werte verteidigen und als Bedingung für Integration stellen.

Gertrud Selzer, Sie haben zu den Erklärungen der islamischen Verbände über Paris gesagt: „Das nehme ich ernst und ich glaube es auch.“

Im Gegensatz zu Ihnen glaube ich diesen Herren kein Wort. Kein Wort, bevor sie Ihre Forderungen nicht umsetzen!

Warum?

Ein Beispiel: Im Koran gibt es einen Vers, der besagt, dass Frauen, die nicht mehr in heiratsfähigem Alter sind, ihr Kopftuch ablegen können. Hätten diese Verbände nicht die Möglichkeit gehabt, diesen Vers, als die hitzigen Kopftuch-Debatten in Deutschland liefen, den Gläubigen bekannt zu machen und dadurch, ohne von ihrem Glauben abzuweichen, der Allgemeinheit entgegen zu kommen? Sie hätten, Frau Selzer. Sie taten es nicht. Sie wollen keine Integration fördern.

Aber Sie haben meine volle Zustimmung, wenn Sie über die Erklärung der islamischen Verbände sagen:

„Entscheidend ist aber, was in all diesen Erklärungen fehlt, was dort nicht steht: Es steht dort

·        kein Bekenntnis zu den Grundsätzen der französischen Revolution und damit auch

·        kein Bekenntnis zu deren Freiheits- und Gleichheitsversprechen.

·        kein Bekenntnis dazu, dass Frauen nicht unters Kopftuch gezwungen werden dürfen

·        Es steht dort kein Bekenntnis zur individuellen Selbstbestimmung

Freiheit gibt es nur dort, wo es auch das Recht gibt, dass das Individuum frei entscheiden kann. Mal so, mal anders, mal ganz anders.

Die islamischen Verbände haben eine Bringschuld.

Deshalb sage ich:

·        keinen Frieden mit den Feinden der Freiheit!

·        keine gemeinsame Sache mit denen, die die individuelle Selbstbestimmung von Männern und Frauen bekämpfen!

·        keinen interreligiösen Dialog, solange ein Bekenntnis aller Teilnehmer zur individuellen Freiheit fehlt!

·        keine runden Tische, weil sich alle lieb haben und nett sind!

Die islamischen Verbände haben eine Bringschuld. Es liegt an ihnen

·        für eine freie Gesellschaft einzutreten

·        für die Emanzipation des Individuums einzutreten.

·        Es liegt an ihnen, für das Selbstbestimmungsrecht von Männern und Frauen zu sein

und für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung.“

 

Ich bedanke mich, Gertrud Selzer!

 

 

* http://www.a3wsaar.de/aktion/2015-januar-kundgebung-charlie-hebdo/

© Aktion 3.Welt Saar e.V.